Fukuoka und Hakata laden ein!

Traditionelles Kunsthandwerk aus Hakata

Hakata-Puppen
Hakata-Puppen
(hakata ningyo)
Zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurden diese Puppen ursprünglich aus demselben Ton hergestellt, der auch für Dachziegel verwendet wurde. Die eleganten Kurven und der reiche Ausdruck dieser Kunstwerke hat schon immer viele Menschen begeistert. Ende des 18. Jahrhunderts fanden die Puppen starke Beachtung auf der Weltausstellung in Paris und auf anderen internationalen Ausstellungen. Heute zählen sie zu den für Japan typischen Puppen. Gern werden sie ausländischen Gästen als Geschenk überreicht und werden auch exportiert. (Geistiger Kulturschatz der Präfektur Fukuoka)
Takatori-Keramik
Takatori-Keramik
(takatoriyaki)
Takatori-Keramik wurde vom Fürsten Kuroda Josui und seinem Sohn Nagamasa aus Korea nach Kyushu gebracht. Während der japanischen Einfälle in Korea in den Jahren 1592 – 98 hatten sie den koreanischen Meister Palsan (japanischer Name: Takatori Hachizo) entdeckt, nach Japan in die Region Chikuzen gebracht und ihm hier eine Werkstatt gegeben. Takatori-Keramik gehört zu den sieben Keramiksorten, die der Teemeister Enshu Mitte der Edo-Zeit als die besten Keramiken Japans lobte. Sie begeistert durch elegante Formgebung und feine Abstufungen der Glasurfarben. (Geistiger Kulturschatz der Präfektur Fukuoka)
Hakata-Weberei
Hakata-Weberei
(hakata ori)
Während der Kamakura-Zeit (13. bis Anfang 14. Jhd.) brachte der Händler Mitsuda Yazaemon diese spezielle Webtechnik aus dem China der Sung-Dynastie nach Japan, wo sie weiter entwickelt und verfeinert wurde. Heute kann sie auf eine mehr als 760jährige Tradition zurückblicken. Während der Feudalzeit waren die Stoffe ein begehrtes Produkt des Fürstentums Kuroda, zu dem Hakata gehörte. Auch heute noch werden immer wieder neue Produkte mit reichhaltigen Designs entwickelt. Die neue Individualität, die aus der Verbindung von Tradition und Moderne entsteht, ist im In- und Ausland als Spitzenklasse anerkannt.
Pfeile aus Chikuzen-Hakata
Pfeile aus Chikuzen-Hakata
(chikuzen hakata ya)
Die Ursprünge für diese Pfeile liegen vermutlich im 17. Jahrhundert bei den Pfeilmachern des damaligen Fürstentums Tachibana. Schon im Altertum wurden Pfeile als Symbole des Kriegsgotts verehrt. Darüber hinaus wurden Pfeil und Bogen allgemein wirksame Kräfte für den Erhalt des Hausfriedens, zum Fernhalten von Krankheiten und Unglück und als Schutz vor bösen Geistern zugeschrieben. Chikuzen-Hakata-Pfeile werden vorrangig mit speziellen Spitzen hergestellt, die mit Löchern versehen sind, so dass der Pfeil beim Flug einen Ton abgibt (kaburaya und hikimeya). Die Pfeile sind stabil und dabei doch elegant und erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit.
Hakatamachiya“ Furusatokan
Hakatamachiya“ Furusatokan
Die Einrichtung stellt die Lebensart und die Kultur in Hakata, vor allem während der Meiji- und Taishô-Periode vor. Im „Ausstellungsgebäude (Tenji-Tô)“ kann man sich z.B. einen Film über „Hakatagionyamakasa (ein traditionelles Sommerfest in Hakata)“ anschauen oder bei einem klassischen Telefongerät den humorvollen Hakata-Dialekt anhören, um somit die Geschichte von Hakata spielerisch entdecken zu können. Im „Straßengebäude (Machiya-Tô)“ kann man auch eine Aufführung von Hakata-Seide (erstmals in Hakata produziertes glänzendes Seidengewebe) besichtigen. Im „Souvenirladen (Miyagedokoro)“ sind kleine Sachen aus Hakata-Seide, traditionelle Kunsthandwerksarbeiten sowie berühmte Süßigkeiten oder preiswerte Konfekte aus Hakata käuflich zu erwerben. Dort ist für jedermann das passende Souvenir zu finden.
6-10 Reisen-Machi Hakata-Ku Fukuoka-City Fukuoka, Japan
81-(0)92-281-7761
Scheren aus Hakata
Scheren aus Hakata
(hakata basami)
Vor etwa 700 Jahren brachte der Chinese Xie Guoming, der sich später in Japan niederließ und hier unter dem Namen Shakokumei bekannt wurde, die ersten Scheren aus dem China der südlichen Sung-Dynastie nach Japan. In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurden diese Scheren von dem in Hakata ansässigen Schwertschmied Yasukochi Usuke hergestellt und verkauft. Dies ist der Beginn der als Hakata-Scheren bekannten Produkte. Vor allem im Stadtteil Hakata haben sie eine lange Tradition. Man erkennt sie sofort an der rhombusförmigen Markierung auf beiden Griffen.
Spanholzarbeiten aus Hakata
Spanholzarbeiten aus Hakata
(hakata magemono)
Über die Ursprünge dieser Kunstwerke gibt es verschiedene Theorien. Spätestens seit der Edo-Zeit wurden sie jedenfalls in großer Zahl hergestellt. Schon seit langer Zeit werden sie im Schrein Hakozakigu in Fukuoka als Utensilien für Zeremonien verwendet und zu diesem Zweck dem Schrein gespendet. Die Gefäße und Schachteln werden aus dünn zugeschnittenem Zedern- oder Zypressenholz hergestellt, das gebogen und zum Beispiel zu Vorratsbehältern für Reis, Essenschachteln und vielem mehr verarbeitet wird. Solche Gefäße sind in gewissem Grad luftdurchlässig und haben viele Liebhaber, weil der in ihnen aufbewahrte Reis besser schmeckt. Auch zahlreiche Gegenstände für die Teezeremonie werden auf diese Weise hergestellt und werden auch heute noch hoch geschätzt. (Geistiger Kulturschatz der Präfektur Fukuoka)
Papiermaché-Figuren aus Hakata
Papiermaché-Figuren aus Hakata
(hakata hariko)
Vermutlich war es ein Puppenmacher aus Kyoto, der in der Mitte der Edo-Zeit nach Hakata gekommen war und mit der Herstellung dieser Figuren begonnen hatte. Sie stellen Figuren des chinesischen Tierkreises, des Festes Hakata Dontaku und ähnliches dar und gehörten fest zum Leben der einfachen Bürger. Sie sind ein typisches Produkt aus Hakata, dessen Ausgangsmaterial von edlem handgeschöpftem Japan-Papier über Zeitungspapier bis zu Kleiderstärke reicht. Jede einzelne Figur ist sorgfältig mit der Hand bemalt und trägt einen ganz individuellen Ausdruck. In ihrer Schlichtheit sind sie echte Volkskunstgegenstände.
Hakata-Kreisel
Hakata-Kreisel
(hakata koma)
Vor etwa 1300 Jahren kamen die ersten Kreisel aus China nach Japan. Sie waren Kinderspielzeug und wurden aus Bambus gefertigt. Später, in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts, wurden Holzkörper mit metallenen Achsen als Rotationszentrum versehen und als „Hakata-Kreisel“ bekannt. Im Gegensatz zu den bis dahin üblichen Kreiseln drehten sie sich gleichmäßiger und länger und konnten drehend in die Hand genommen und transportiert werden. So entstanden akrobatische Kunststücke mit drehenden Kreiseln, die bald in ganz Japan bekannt wurden.